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WBSL Klettertour Tällistock - Innwyler Route 6a+
01.09.2015 18:26 ( 836 x gelesen )

WBSL Klettertour Tällistock - Innwyler Route 6a+

Die Besteigung des westlichen Eckpunktes der Wendenstöcke ist gar nicht so trivial, wie Landkarte und Gipfelform vermuten lässt. Vor allem nicht, wenn man auf den Spuren des Duos Inwyler-Bielmeier wandelt. Diese begingen 1960 in den damals üblichen schweren Bergschuhen und entsprechend antiker Ausrüstung eine unglaublich ausgesetzte und steile Linie durch die Tällistock Südwand.



13 Seillängen mit unzähligen, steilen Verschneidungsmetern, zwei ausgesetze Quergänge und stotzige Wandkletterei bis in den unteren siebten Grad verlangen noch heute solide, vielfältige Klettertechnik sowie etwas Ausdauer. Mehr als 50 Jahre nach der Erstbegehung ist die Route längst klassisch und zieht zu Recht immer noch viele Kletterer an. Nicht zuletzt, da sie Eingang in die 100 legendären Touren des Buches "Im extremen Fels" von Walter Pause gefunden hat.

Damit sich die lange Anreise lohnt, sind wir bereits am Donnerstag ins Berner Oberland gefahren. Am Donnerstag war Sportklettern bei Interlaken im Klettergarten „Neuhaus“ angesagt. In fast schon übersicherten Routen leisteten wir uns ein g`höriges Warm-Up klettern für den morgigen Tag. Am Abend sind wir zum Zeltplatz in Gadmen aufgebrochen. Das Wetter am Vorabend versprach noch nicht den vollen Kletterspaß für den Folgetag. Tiefhängende Wolken und große nasse Wandpartien luden nicht zum klettern ein, ein übereifrig früher Aufbruch bringt nicht zwingend Vorteile, wir beschließen lieber etwas später zu gehen damit die Wand abtrocknen kann.

Der morgen begrüßte uns mit blauem Himmel, die Tällistock Südwand steht schon in der Sonne. Um 8:00 Uhr bestiegen wir Tällibahn, welche uns bequem zur Tällihütte hinauf bringt. Von der Hütte ist der Zustieg zum Wandfuss ist nicht ganz einfach zu finden. Ein Verhauer bringt uns denn auch in schwierigstes zeitraubendes T6+ Gelände. Weitgehend weglos steigen wir zuerst in einem Bachbett auf, verlassen dieses über steile Schrofen, und gewinnen über zwei mit Fixseilen versicherte Felsstufen nach gut 1 ½ Std. den Wandfuss bzw. den Einstieg in die eigentliche Kletterei. Die 400 m über uns aufragende Wand hängt locker mal 15 Meter über. Wir klettern überschlagen, d.h. Seillänge für Seillänge abwechselnd. Nach den ersten zwei Seillängen wartet die Wand mit festem und steilem Fels auf. Die Absicherung ist trotz der Sanierung noch sehr Alpin und erfordert hier und da das legen von mobilen Sicherungen. Die Kletterei macht uns richtiggehend Spaß, auch wenn wir feststellen müssen, das das Topo (Routenverlauf/-beschrieb) nicht 1:1 zutrift. Z.B. 1 Seillänge wird komplett unterschlagen. Risse, Verschneidungen, luftige Quergänge und Wandkletterei sowie Kaminkletterei hier ist alles dabei. Als letzte Seillänge wartet nochmal ein steiler fast senkrechter Kamin mit 45m Kletterlänge, dieser fordert nochmal unsere Klettertechniken heraus. Nach 6 1/2 Std. klettern sind wir aus der Wand heraus. Nun kommt noch ein Abstieg durch die Naht, eine Art schräg verlaufende Schlucht. Wiedermal stellen wir fest das unser Topo auch hier sehr großen Interpretationsspielraum lässt, bzw. es stimmt halt gar nicht. Teils abkletternd und abseilend geht es nach Abseilstellen suchend hinab. Wir merken so langsam das unser Zeitmanagement ausufert. Vom Wandfuss noch hinunter über steile Schrofen zur Seilbahn. Diese erreichen wir zusammen mit der aufkommenden Nacht um 21:15 Uhr. Der Bahnbetrieb ist glücklicherweise noch bis 21:30 Uhr zu Gange, so kommen wir um einen mühevollen Abstieg ins Tal. 

Eine Insgesamt eindrückliche Tour an die wir sicherlich noch länger zurückdenken werden.


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